Glücklose Schwangerschaft

Wir kennen sie alle: Hochglanzbilder von glücklichen Schwangeren, der stolze werdende Vater beschützend im Hintergrund. In den Gesichtern der zukünftigen Eltern ein Strahlen, das die Vorfreude auf das ersehnte Kind ausdrückt.

Über diesen schönen Anblick vergessen wir häufig, dass Schwangerschaften nicht immer reibungslos verlaufen. Eine glückliche Schwangerschaft ist nicht selbstverständlich und manche Schwangerschaften verlaufen leider auch tragisch.

Viele Frauen und Paare erleben Fehl- und Totgeburten oder verlieren ihr Kind nach der Geburt, weil es nicht lebensfähig ist. Eine Realität, die in unserer Gesellschaft gerne verdrängt wird.

Die Betroffenen haben in einem solchen Fall nicht nur mit ihrem Schmerz und ihrer Trauer zu kämpfen, sondern leiden zusätzlich unter diesem Tabu. Freunde und Bekannte gehen ihnen vor Unsicherheit lieber aus dem Weg oder geben gutgemeinte Ratschläge, die aber nicht trösten, sondern manchmal sogar verletzen.

Die Umwelt drängt dazu, zum Alltag zurückzukehren. Platz für Trauer um ein Leben, das kaum begonnen hatte, bleibt wenig. Ein Umstand, der den Betroffenen häufig das Gefühl gibt, unverstanden und allein zu sein. Dazu kommt häufig die quälende Frage nach dem „Warum“?

Geschätzt enden ca. 15 % aller klinischen Schwangerschaften in einer Fehlgeburt. Etwa 80% der Fehlgeburten geschehen in den ersten 12 Schwangerschaftswochen. Von einer Totgeburt spricht man, wenn das Gewicht des toten Fötus mehr als 500 Gramm beträgt. Das bedeutet, dass in der Regel die 22. Schwangerschaftswoche überschritten ist. Die Totgeburten-Quote in Deutschland beträgt 0,24 %.

Die Diplom-Sozialpädagoginnen der staatlich anerkannten Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen im Landratsamt Bayreuth sind kompetente Ansprechpartnerinnen für Frauen und Paare, die in der Schwangerschaft und nach der Geburt eines Kindes Beratung und Unterstützung benötigen

Frau Elke Beyerlein-Schmidt (0921/728-231), Frau Dorothea Brendel (-233) und Frau Anneliese Elitzer (-236) möchten aber auch für diejenigen da sein, deren „gute Hoffnung“ auf ein Kind sich nicht erfüllt hat. Alle drei Beraterinnen begleiten seit Jahren Frauen und ihre Partner in der Schwangerschaft und nehmen die Gefühle der Frauen und Männer, die eine Schwangerschaft verloren haben, deren Kind tot geboren wurde oder aber nach der Geburt verstarb, ernst. In dieser Situation haben sie ein offenes Ohr für die Betroffenen.

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