Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist eine neue bedürftigkeitsabhängige grundrentenähnliche Sozialleistung, d. h. sie wird den Antragsberechtigten gewährt, soweit sie ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen beschaffen können. Einkommen und Vermögen des nicht getrennt lebenden Ehegatten oder des Partners einer eheähnlichen Gemeinschaft sind zu berücksichtigen. 

  • Antragsberechtigt sind Personen, die das 65. Lebensjahr vollendet haben oder
  • das 18. Lebensjahr vollendet haben und dauerhaft voll erwerbsgemindert sind. 

Leistungsumfang

Die Leistungen der Grundsicherung entsprechen im wesentlichen der laufenden Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Sozialgesetzbuch, 12. Buch (SGB XII): 

  • Regelsatz für den Haushaltsvorstand (auch alleinstehend) oder Haushaltsangehörige
  • Kosten der Unterkunft bis zur angemessenen Höhe zzgl. Heizung
  • Mehrbedarf bei Schwerbehinderten mit Merkzeichen "G" (oder "aG")

Für die Einkommens- und Vermögensanrechnung gelten die §§ 82 – 84 SGB XII. Als Einkommen zählen Versicherten- und Witwenrenten (auch Betriebs- und Zusatzrenten) und andere Einkünfte z. B. aus Unterhalt, Miete, Verpachtung usw. Soweit Ansprüche auf Sachbezüge aus Übergabeverträgen (Leibgeding) bestehen (z. B. freie Kost, unentgeltliches Wohnrecht o. ä.), werden diese einkommensmäßig bewertet und angerechnet.  

Auch das Einkommen des nicht getrennt lebenden Ehegatten oder Partners einer eheähnlichen Gemeinschaft wird herangezogen. 

Wichtig:  

Besonders zu beachten ist die Vermögensfreigrenze:  

  • Sie beträgt bei Alleinstehenden 5.000 Euro
  • bei Ehepaaren oder eheähnlichen Lebenspartnern zusammen 10.000 Euro. 

Über der Freigrenze liegendes Vermögen wird angerechnet.  Keinen Anspruch haben Personen, die in den vergangenen 10 Jahren ihre Bedürftigkeit vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt haben (z. B. wenn Vermögen an Dritte ganz oder teilweise verschenkt wurde o. ä.).


Notwendige Unterlagen

Alle notwendigen Nachweise über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse sind vorzulegen (z. B. Nachweise über Einkommen und Vermögen, Mietvertrag oder -bescheinigung, Nebenkostenabrechnungen, Schwerbehinderung, Versicherungen).

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