Hilfe zum Lebensunterhalt und in besonderen Lebenslagen

Hilfe zum Lebensunterhalt wird demjenigen gewährt, der als nicht erwerbsfähig gilt und nach dem 12. Buch des Sozialgesetzbuches (SGB XII) seinen notwendigen Lebensunterhalt nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kräften und Mitteln beschaffen kann. Erwerbsfähige können Leistungen nach dem SGB II - Grundsicherung für Arbeitsuchende - beanspruchen (zuständig: Jobcenter Bayreuth Land, Tel. 0921/887-750, Fax: 0921/887-737 bzw. Jobcenter Bayreuth, Geschäftsstelle Pegnitz, Tel. 09241/975-70, Fax: 09241/975-83). 

Bevor jemand Sozialhilfeleistungen in Anspruch nimmt, ist er grundsätzlich verpflichtet vorrangig alle eigenen Mittel und Möglichkeiten auszuschöpfen. Hierzu zählt das Einkommen, d. h. alle Einkünfte in Geld oder Geldeswert, die laufend oder einmalig zufließen (z.B. Arbeitseinkommen, Kindergeld, Unterhalt, Wohngeld, Krankengeld, Leistungen der Agentur für Arbeit, Renten ) aber auch Vermögen. Hinsichtlich des Einsatzes von Vermögen gibt es Ausnahmen und Freibeträge. Näheres kann beim zuständigen Ansprechpartner erfragt werden. 

Die Hilfe wird in Höhe des Bedarfs gewährt. Dieser setzt sich zusammen aus den Regelsätzen, eventuellen Mehrbedarfszuschlägen, z. B. für behinderte Menschen, bei notwendiger kostenaufwendiger Ernährung sowie dem Unterkunfts- und Heizungsbedarf. Hinsichtlich der Unterkunftskosten wird lediglich eine angemessene Miete anerkannt. 

Hilfe in anderen Lebenslagen: 

Diese Hilfen dienen der Abdeckung eines besonderen Bedarfs, der z. B. durch Krankheit, Behinderung oder Alter entstanden ist. Das SGB XII kennt vor allem folgende Hilfearten: 

  • Hilfen zur Gesundheit
  • Eingliederungshilfe für behinderte Menschen
  • Hilfe zur Pflege
  • Hilfe zur Weiterführung des Haushalts

Auch bei den Hilfen in anderen Lebenslagen findet eine Einkommens- und Vermögensüberprüfung statt. Die Berechnung richtet sich jeweils nach der Hilfeart. Auskünfte hierzu erteilen die zuständigen Sachbearbeiter in der Sozialhilfeverwaltung.

Telefonische Terminvereinbarungen sind erbeten und helfen auch Ihnen, längere Wartezeiten zu vermeiden.


Notwendige Unterlagen

Notwendige Unterlagen
Wird Sozialhilfe beantragt, so ist der Hilfesuchende zur Mitwirkung verpflichtet. Alle notwendigen Tatsachen sind anzugeben und Nachweise über die persönlichen und finanziellen Verhältnisse vorzulegen. Dies können beispielsweise sein: 

  • Einkommensnachweise (Lohn- oder Gehaltsabrechnungen, Arbeitslosengeldbescheid, Rentenbescheid, etc.)
  • Krankenversicherungsbelege
  • Mietvertrag und Mietbescheinigung, Nebenkostenabrechnungen
  • Schwerbehindertenausweis
  • Vermögensnachweise
  • Versicherungsunterlagen (Lebens-,Haftpflicht-, Hausrat-, Unfallversicherung)
  • Urteile und Urkunden über Unterhaltsverpflichtungen oder –ansprüche.

Je vollständiger die Unterlagen sind, um so zügiger kann die Bearbeitung des Antrags erfolgen. Es liegt also auch im Interesse des Hilfesuchenden, seiner Mitwirkungspflicht umfassend nachzukommen.

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