Notrufsystem im häuslichen Bereich

Der Landkreis Bayreuth bietet im Rahmen seines ambulanten Hilfsangebotes in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) das Haus-Notrufsystem an. Diese Einrichtung ist für ältere, alleinstehende, kranke und behinderte Menschen gedacht und ermöglicht in einem Notfall – auch wenn das Telefon nicht mehr erreicht werden kann - sofortige Hilfe. Der sog. „Funkfinger“ wird als bewegliche „Nothilfe“ um den Hals getragen und reagiert auf Knopfdruck oder durch Ziehen an einer Schnur. Innerhalb der Wohnung ist eine mit dem Telefon gekoppelte Teilnehmerstation installiert. 

Bei einem eingehenden Notruf ist es der „Zentrale“ des BRK möglich, mit dem Teilnehmer eine Sprechverbindung herzustellen. Der Mitarbeiter in der Notrufzentrale veranlasst dann die notwendigen Hilfeleistungen. 

Das technisch unkomplizierte System gibt dem Teilnehmer Sicherheit und Geborgenheit. Er weiß, dass ihm im Notfall rasch geholfen werden kann. Diese Sicherheit hilft ihm wiederum, sein Leben in bisheriger vertrauter Umgebung weiter zu meistern. 

Personenkreis:  

Ältere, alleinstehende, kranke, gebrechliche und/oder behinderte Menschen, bei denen die Gefahr besteht, dass wegen Krankheit oder Gebrechlichkeit unvorhersehbar und plötzlich ein Zustand der akuten Lebensbedrohung oder Hilflosigkeit auftritt. Die Beurteilung erfolgt durch den Amtsarzt. Die betroffene Person muss ihren Wohnsitz im Landkreis Bayreuth haben. 

Antragstellung: 

Das untenstehende Antragsformular auf Übernahme der Kosten für das Haus-Notrufsystem ist an das Landratsamt Bayreuth zu richten. Entsprechende Einkommensnachweise sind beizufügen.

Haben Sie hierzu noch weitere Fragen, wenden Sie sich bitte an die zuständigen Ansprechpartner. 

Einkommensprüfung: 

Leistungen werden gewährt, wenn das monatliche Einkommen (bereinigt nach § 82 SGB XII) die nachfolgende Einkommensgrenze nicht überschreitet.

Die Einkommensgrenze setzt sich zusammen aus 

  • dem Grundbetrag nach § 85 Abs.1 Nr. 1 Sozialgesetzbuch - Zwölftes Buch (SGB XII) (798,00 €, Stand 01.01.2015), zzgl. Aufschlag von 25 v. H.,
  • den Kosten der Unterkunft (nach Abzug des Wohngeldes) und
  • einem Familienzuschlag in Höhe von 274,00 € je unterhaltsberechtigten Angehörigen. 


Liegt das Einkommen über der Einkommensgrenze, wird eine Kostenbeteiligung in Höhe von 50 v. H. des übersteigenden Einkommens zugemutet.

Eine Vermögensprüfung unterbleibt, d. h. auf das Sparguthaben kommt es nicht an.

Unterhaltspflichtige Angehörige werden nicht in Anspruch genommen. 

Leistungsumfang: 

Der Landkreis Bayreuth übernimmt die einmalige Anschlussgebühr und die monatliche Teilnehmergebühr, die der Träger des Haus-Notrufsystems fordert.

Bei Teilnehmern, die in eine Pflegestufe nach § 15 Sozialgesetzbuch - Elftes Buch (SGB XI) eingestuft sind, wird der Zuschuss der Pflegeversicherung zur Anschlussgebühr und zu den monatlichen Teilnehmergebühren angerechnet.

Wichtig: Es handelt sich bei der Übernahme der Gebühren für das Haus-Notrufsystem nicht um Sozialhilfe, sondern die Leistungen werden aus dem Familienprogramm des Landkreises Bayreuth gewährt. Kinder werden nicht herangezogen, nach evtl. vorhandenen Sparguthaben wird nicht gefragt.


Formulare und Merkblätter

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