Landkreis Bayreuth – Die Jury des Projekts „RICHARD ZIEHT EIN – und Walhall wird lebendig“ hat ihre Entscheidung getroffen und drei Künstlerinnen und Künstler für die beteiligten Gemeinden im Landkreis Bayreuth ausgewählt.
Der öffentliche Aufruf zur Wettbewerbseinreichung stieß auf große Resonanz: Die Jury sichtete eine Vielzahl an Einreichungen, die durch inhaltliche Tiefe, kreative Vielfalt und sehr unterschiedliche künstlerische Handschriften überzeugten. Entsprechend intensiv und anspruchsvoll gestaltete sich der Auswahlprozess am 15. April – die Entscheidung fiel der Jury nicht leicht.
Ausgewählt wurden schließlich drei neue künstlerische Ansätze, die die Wagner-Welt auf jeweils eigene Weise vor Ort interpretieren und sie in einen zeitgenössischen, teils überraschenden künstlerischen Ausdruck überführen:
- Eckersdorf („Der Drache“):
Thomas Brix wird eine zeitkritische Interpretation im skulpturalen Bereich erarbeiten. - Creußen/Lindenhardt („Der Held“):
Anna Hirt interpretiert den Bezug zu Wagners Werk im Ansatz „Körperschmuck“. - Goldkronach („Der Schatz“):
Volker Wunderlich erschafft eine Übersetzung der Wagnerwelt in eine spannende Lichtinstallation.
Die ausgewählten Positionen eröffnen ungewohnte Perspektiven auf Mythos, Motivik und regionale Bezüge Richard Wagners und übersetzen diese in eigenständige künstlerische Erzählungen. Damit tragen sie wesentlich zur inhaltlichen und ästhetischen Vielfalt des Projekts bei, das erstmals die künstlerischen Impulse der Bayreuther Festspiele in einem eigenständigen Ausstellungs- und Beteiligungsformat in den Landkreis trägt.
Die Jury setzte sich zusammen aus Eva Christina Bär (Kultur- und Wirtschaftsreferentin Stadt Bayreuth), Florian André Unterburger (Projektleitung Festival150), Jens Wagner (1. Vorsitzender des Kunstvereins Bayreuth e. V.), Monika Pellkofer (Regionalmanagerin Region Bayreuth), Sebastian Norck (Leitung Regionale Entwicklungsagentur) und Karen Görner-Gütling (Kulturkoordinatorin und Pressesprecherin des Landkreises Bayreuth).
Der offene Dialog und die vertrauensvolle Zusammenarbeit tragen nachhaltig zur Stärkung des regionalen Kultur- und Künstlernetzwerks bei.
Ausstellung der Projektkunstwerke
Nach Fertigstellung werden die Kunstwerke in den Rathäusern in Eckersdorf, Creußen und Goldkronach Richardpräsentiert, die damit symbolisch zu „Festspielhäusern“ der Gemeinden werden. Alle Termine und weiteren Aktionen werden zeitnah auf unseren Plattformen, in der Presse und in einem Gesamtfolder veröffentlicht.
Im Rahmen der großen Vernissage zum Auftakt der Festmeile des Festival150 mit dem überregional bekannten Künstler Michael Apitz und seinen Wagnerinterpretationen am 25. Juli in der Schlossgalerie in Bayreuth werden die beteiligten Gemeinden und Kunstschaffenden vorgestellt. Darüber hinaus präsentieren sich die ausgewählten Künstlerinnen und Künstler im Landratsamt Bayreuth ab 6. August bis Mitte September im Rahmen des diesjährigen Sonderformats der Sommergalerie „Sommergalerie meets Festival150“.
Unterstützung und Förderung
Das Projekt „RICHARD ZIEHT EIN – und Walhall wird lebendig“ wird in Kooperation mit dem Festival150, dem Kunstverein Bayreuth e. V. und der Region Bayreuth realisiert. Als starke Kooperationspartner mit fachlicher Expertise unterstützen und stärken sie zusammen mit der Stadt Bayreuth das Projekt inhaltlich wie strukturell. Das Projekt ist Teil eines landkreis- und stadtübergreifenden Ausstellungsformats zur Stärkung regionaler Identität und wird gefördert durch Regionalmanagementmittel des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie durch die Oberfrankenstiftung, die Stadt und den Landkreis Bayreuth.
Foto:
Die Jurymitglieder (v.l.n.r.): Jens Wagner (1. Vorsitzender des Kunstvereins Bayreuth e. V.), Monika Pellkofer (Regionalmanagerin Region Bayreuth – Projektverantwortliche), Karen Görner-Gütling (Kulturkoordinatorin und Pressesprecherin des Landkreises Bayreuth), Eva Christina Bär (Kultur- und Wirtschaftsreferentin Stadt Bayreuth), Florian André Unterburger (Projektleitung Festival150), nicht mit im Bild, der Jury online zugeschaltet: Sebastian Norck (Leitung Regionale Entwicklungsagentur).