Krebs betrifft viele Menschen – als Patientin oder Patient, als Angehörige, Partner und Partnerin oder im Freundeskreis. Umso wichtiger ist die Frage: Was kann jeder Einzelne tun, um das persönliche Erkrankungsrisiko zu verringern? Antworten darauf und Hilfestellung geben die diesjährigen Aktionswochen Gesundheit in der Region Bayreuth. Unter dem Motto „Vorsorge, die stärkt. Wissen, das schützt“ erwartet die Bevölkerung von September bis November ein vielseitiges Programm mit Ausstellung, Vorträgen, Mitmachaktionen und Beratungsangeboten. Ziel ist es, Krebsprävention verständlich, alltagsnah und motivierend zu vermitteln.
Herzstück der Aktionswochen ist die interaktive Wanderausstellung „Schritt für Schritt durch die Krebsprävention“, die vom 29. September bis 14. November in der RW21 Stadtbibliothek in Bayreuth zu sehen ist. Statt erhobenem Zeigefinger setzt sie auf Information und praktische Anregungen. Besucherinnen und Besucher erfahren anschaulich, wie Bewegung, Ernährung, Nichtrauchen, UV-Schutz, Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen dazu beitragen können, das persönliche Krebsrisiko zu senken. Medizinisches Vorwissen ist dafür nicht erforderlich.
Doch die Aktionswochen wollen mehr sein als eine klassische Informationskampagne. Zahlreiche Partner aus Gesundheitswesen, Sport, Wissenschaft und Beratung laden dazu ein, selbst aktiv zu werden. Fachvorträge, Workshops, Bewegungsangebote und persönliche Beratung schaffen Gelegenheiten, Neues auszuprobieren, Fragen zu stellen und Impulse für einen gesünderen Alltag mitzunehmen. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an alle Generationen. Denn Prävention beginnt nicht erst dann, wenn eine Krankheit auftritt – sondern mit kleinen Entscheidungen im Alltag. Manchmal reicht schon ein erster Schritt: mehr Bewegung, ein Vorsorgetermin oder die bewusste Entscheidung für einen gesünderen Lebensstil. Genau dazu möchten die Aktionswochen ermutigen.
Das vollständige Programm ist zu finden unter: region-bayreuth.de
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Terminhinweise – eine Auswahl
- 13. September, 10 Uhr: „Lila läuft – Der Rundenlauf gegen Krebs“ im Rahmen des Bayreuther Sportfestivals im Hans-Walter-Wild-Stadion, Am Sportpark 3.
- 19. September, 14 Uhr: Lungentag am Klinikum Bayreuth, Preuschwitzer Straße 101.
- 21. - 27. September: Nationale Krebspräventionswoche „Lass mal checken“; ein Plädoyer für Krebsfrüherkennung; Infos unter https://www.krebshilfe.de/informieren/ueber-krebs/krebs-vorbeugen/krebspraeventionswoche/
- 21. September, 18.30 Uhr: Autorenlesung „Krebs, Hoffnung und die Liebe zum Leben“ im Seminarraum des Evangelischen Zentrums, Richard-Wagner-Straße 24.
- 22. September, 18 Uhr: Vortrag „Krebsvorsorge durch Sport, Bewegung und Gewichtsreduktion“ mit Prof. Dr. Alexander Kiani, Direktor der Klinik für Onkologie und Hämatologie und Leiter des Onkologischen Zentrums im Klinikum Bayreuth; Klinikum Bayreuth, Konferenzraum 4.
- 29. September - 14. November: Interaktive Ausstellung „Schritt für Schritt durch die Krebsprävention“ in der RW21 Stadtbibliothek Bayreuth (Eröffnung: 29. September, 16.30 Uhr).
- 7. Oktober, 18.00 Uhr: Brustkrebspatientinnen-Tag in der Psychosozialen Krebsberatungsstelle, Maximilianstraße 52.
- 8. Oktober, 19.30 Uhr: Vortrag „Chinesische Medizin als Unterstützung bei Krebsbehandlungen“ im Historischen Sitzungssaal des Kunstmuseums, Maximilianstraße 33.
- 16. Oktober, 10.30 Uhr, und 10. November, 14 Uhr: Sprechstunde Psychosoziale und Psychoonkologische Krebsberatung in der RW21 Stadtbibliothek Bayreuth.
Darüber hinaus werden weitere Vorträge, Ernährungsangebote, Beratungen und Mitmachaktionen in Stadt und Landkreis Bayreuth angeboten.
Das vollständige Programm ist zu finden unter: region-bayreuth.de
Krebs in Zahlen:
Rund 520.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr neu an Krebs. Fachleute gehen davon aus, dass bis zu 40 Prozent aller Krebserkrankungen durch einen gesunden Lebensstil und die Wahrnehmung von Vorsorgeangeboten vermeidbar wären. Dazu gehören unter anderem regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, der Verzicht auf Tabak, ein bewusster Umgang mit Alkohol, UV-Schutz sowie die Teilnahme an empfohlenen Früherkennungsuntersuchungen.
Nicht jede Krebserkrankung lässt sich verhindern – doch jeder Schritt hin zu einem gesünderen Lebensstil kann das persönliche Risiko senken.
Quelle: Stadt Bayreuth