Kunst und Kultur

„Libellen – geflügelte Juwelen“ und "ARTenreiche Lebensräume"

Vom

Zwei Ausstellungen im Rathaus Creußen zeigen die Schönheit der Natur

Im Rathaus Creußen werden am 17. Mai zwei Ausstellungen eröffnet, die bis zum 16. Juni zu sehen sind. Sie zeigen die Schönheit unserer Natur aus unterschiedlichen Blickwinkeln Einmal durch die Augen von drei Fotokünstlern und einmal aus der Perspektive des Naturschutzes. Gemeinsam machen sie die Vielfalt und Faszination unserer Landschaft erlebbar und sind Teil des Rahmenprogramms „Ordentlich schlampig – Lebensraum für Tiere und Pflanzen“ in der Region Bayreuth. 

Die Natur ist eine der größten Künstlerinnen: Sie malt mit Licht und Schatten, formt Lebensräume, erschafft Farben, Strukturen und kleine Wunder – oft unscheinbar, manchmal spektakulär, immer vergänglich.

Die Fotoausstellung „ARTenreiche Lebensräume“ greift bewusst die doppelte Bedeutung auf: ART als Kunst – der fotografische Blick, der Strukturen, Formen und Momente der Natur sichtbar macht. Aber auch die beeindruckende Artenvielfalt an Lebensräumen, die unzähligen Tieren und Pflanzen in unserer Region ein Zuhause bieten.

Die Ausstellung „Libellen – geflügelte Juwelen“ des Bundes Naturschutz in Bayern stellt Libellenfamilien und das Leben der Libellen als Wanderer zwischen zwei Welten vor. Sie veranschaulicht die Lebensräume und die Bedrohung derselben. Außerdem zeigt sie Libellen als Kunstwerke der Natur. Und hier greifen die beiden Ausstellungen ineinander, denn „ARTenreich“ greift bewusst die doppelte Bedeutung auf.

Gemeinsam verdeutlichen beide Ausstellungen:

  • Artenreichtum entsteht durch Aufmerksamkeit.
  • Schutz beginnt mit dem Hinsehen.
  • Und jeder kann etwas dafür tun.

Die Fotoausstellung möchte nicht nur zeigen, wie vielfältig unsere Lebensräume bereits sind – die Ausstellung will zugleich dafür sensibilisieren, wie verletzlich diese Vielfalt ist. Die Fotografien machen sichtbar, wie wichtig ein achtsamer Umgang mit unserer Umwelt ist und wie sehr Tiere und Pflanzen auf strukturreiche, naturnahe Lebensräume angewiesen sind. Sie erinnern daran, dass jeder Mensch durch kleine Entscheidungen dazu beitragen kann, mehr Raum für Artenvielfalt zu schaffen: durch wilde Ecken im Garten, durch das Zulassen von natürlicher Dynamik, durch heimische Pflanzen oder das Schaffen von Rückzugsorten wie Hecken, Teichrändern, Totholzbereichen oder extensiv gepflegten Freiflächen.

Indem wir Natur nicht nur betrachten, sondern ihr bewusster Platz lassen, wird ART – die Kunst der Fotografie – zu einem Impuls für den Schutz der ARTen – der vielen Tier- und Pflanzenarten, die unsere Landschaft so einzigartig machen.

Drei regionale Fotografierende haben sich aufgemacht, genau diese Begegnung zwischen Kunst und Natur einzufangen. Mit je fünf eindrucksvollen Werken zeigen Adriane Lochner, Florian Maßen und Brigitte Wehrfritz, wie viel Artenreichtum unmittelbar um uns existiert – wenn wir nur genau hinsehen.

Drei Perspektiven – ein gemeinsamer Blick auf den ARTenschutz

Adriane Lochner: Umweltjournalistin mit Kamerascharfblick
Die Biologin Adriane Lochner dokumentiert im Auftrag von Unternehmen und Verbänden ökologische Flächen und begleitet Akteure in ihrer Umweltkommunikation. Ihre Arbeit macht sichtbar, wie sich Lebensräume wandeln und welche Bedeutung naturnahe Strukturen für die Artenvielfalt haben. Ihre Fotografien richten den Blick auf einzelne Arten ebenso wie auf die Strukturen und Maßnahmen, die Biodiversität fördern und Ökosysteme lebendig halten.

Florian Maßen: Hobbyfotograf mit naturverbundener Neugier
Bei Streifzügen durch die fränkische Natur hält Florian Maßen Momente fest, die man leicht übersehen würde: das schimmernde Flügelpaar eines Insekts, die Struktur eines Grashalms, das stille Leben am Weiherufer. Seine Bilder zeigen, wie lebendig, vielfältig und gleichzeitig verletzlich unsere Umgebung ist.

Brigitte Wehrfritz: Erinnerungen an ein Gartenparadies
Ihr ehemaliger Naturgarten am Weiher war über viele Jahre hinweg ein Refugium für Pflanzen, Insekten und Tiere – und ein Ort der Inspiration. Brigitte Wehrfritz Fotografien feiern diesen Ort als Beispiel dafür, wie private Gärten zu echten Hotspots der Biodiversität werden können. Ihr Blick zeigt: Naturkunst entsteht dort, wo wir Raum lassen, statt zu ordnen.

Förderung

Die Ausstellungen werden in Kooperation der Region Bayreuth mit der Ortsgruppe des Bundes Naturschutz in Creußen und der Stadt Creußen präsentiert. Die Durchführung der Fotoausstellung und des Rahmenprogramms werden unter dem Fokus Naturressourcen mit Regionalmanagementmitteln für die Region Bayreuth aus dem Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert. 

Bis zum 16. Juni können Interessierte die Ausstellungen im Rathaus Creußen zu den allgemeinen Öffnungszeiten besuchen: montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 13 Uhr, an Donnerstagen zusätzlich von 14 bis 17.30 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr.

Diesen Artikel teilen