Intensive Sonneneinstrahlung ist ein oft unterschätztes Gesundheitsrisiko. Um die Bevölkerung für die Gefahren von UV‑Strahlung zu sensibilisieren und frühzeitig über Schutzmöglichkeiten zu informieren, beteiligen sich mehrere Gemeinden in der Region am bundesweiten Präventionsprojekt „Watch Out“. In den vergangenen Monaten wurden im Stadtgebiet Bayreuth, in Gefrees, Glashütten, Pottenstein, Hollfeld, Aufseß sowie in Bischofsgrün für die Ochsenkopfregion UV‑Index-Tafeln installiert. Die Tafeln zeigen den aktuellen UV‑Index an und geben eine leicht verständliche Orientierung, wann und in welchem Umfang Sonnenschutz erforderlich ist.
Das Präventionsprojekt „Watch Out“ wurde von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) und der Deutschen Krebshilfe initiiert und informiert mit einem breiten Netz an Partnerinnen und Partnern bundesweit über den UV-Index – ein leicht verständliches Maß, das die Stärke der UV-Strahlung anzeigt und Orientierung für den richtigen Sonnenschutz bietet. Ziel ist es, insbesondere Familien, Kinder, ältere Menschen sowie alle, die sich viel im Freien aufhalten, für einen bewussten Umgang mit Sonne zu gewinnen. Die Umsetzung in Oberfranken erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Bayreuth, der Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Bayreuth sowie der AOK Bayern – die Gesundheitskasse, Direktion Bayreuth-Kulmbach.
Hautkrebsrisiko steigt – Prävention gewinnt an Bedeutung
Hintergrund der Initiative ist die weiterhin hohe Zahl an Hautkrebserkrankungen. Sowohl der schwarze als auch der helle Hautkrebs gehören bundesweit zu den häufigsten Krebserkrankungen. Auch in Oberfranken liegen die Erkrankungszahlen auf einem relevanten Niveau. Fachleute betonen, dass insbesondere UV‑Belastung in der Kindheit und Jugend einen entscheidenden Einfluss auf das spätere Hautkrebsrisiko hat. Da UV‑Strahlen unsichtbar sind und ihre Wirkung oft unterschätzt wird, setzt das Projekt bewusst auf niedrigschwellige Information im Alltag. Die UV‑Index‑Tafeln machen auf einen Blick sichtbar, wie stark die Sonnenstrahlung am jeweiligen Tag ist und wann Schutzmaßnahmen wie Kopfbedeckung, schützende Kleidung, Sonnencreme oder Pausen im Schatten empfohlen werden.
„Zum Schutz vor den möglichen Gefahren durch die UV-Strahlung stellt die AOK jetzt UV-Index-Tafeln zur Verfügung“, sagt Uwe Kern, Beiratsvorsitzender bei der AOK Bayreuth-Kulmbach. Der UV-Index (UVI) zeigt den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung an sowie die passenden Schutzmaßnahmen. „Die AOK will gemeinsam mit regionalen Partnern über die Bedeutung von Sonnenschutz in Zeiten des Klimawandels aufklären“, so Uwe Kern. Ziel ist es, die UV-Index-Tafeln an den Orten aufzustellen, an denen eine erhöhte Sonnenbrandgefährdung besteht, wie beispielsweise an Seen, in Freibädern oder anderen Außenanlagen für Freizeitaktivitäten.
Mit dabei ist die GesundheitsregionPlus Stadt und Landkreis Bayreuth. Die Tafeln wurden von der ADP und der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des Projekts „Watch Out“ entwickelt. Für die regionalen Partner entstehen keine Kosten, die AOK und das Staatsministerium finanzieren die UV-Index-Tafeln.