Eltern-Info – Vapes, E-Zigaretten und Co.
Auf dieser Seite finden Sie die wichtigsten Informationen aus unserem Eltern-Info-Flyer „Vapes, E‑Zigaretten und Co.“.
Themen wie Verbreitung bei Jugendlichen, Inhaltsstoffe, gesundheitliche Risiken sowie rechtliche Aspekte sind hier übersichtlich für Sie aufbereitet.
Die einzelnen Bereiche können Sie bei Bedarf aufklappen und gezielt nachlesen.
Rauchlose Tabakprodukte (z.B. Snus)
Zu den rauchlosen Produkten zählen unter anderem Kautabak, Schnupftabak, sowie sogenannte Nikotinbeutel („Snus“, „Nic‑Bags“). Sie werden nicht geraucht, sondern im Mund konsumiert. Nikotinbeutel sind kleine Säckchen, die Tabak oder Nikotinsalze enthalten. Sie werden in die Backentasche gelegt, wobei das Nikotin über die Mundschleimhaut in den Körper gelangt. Kautabak und Oraltabak werden gekaut oder gelutscht.
Weniger Rauch – aber nicht harmlos
Auch wenn diese Produkte nicht geraucht werden, sind sie keinesfalls risikofrei. Viele Jugendliche unterschätzen die Gefahren, da kein Rauch entsteht.
Mögliche gesundheitliche Risiken:
Enthaltene Stoffe können das Risiko für Krebs im Mund‑, Speiseröhren‑ und Bauchspeicheldrüsenbereich erhöhen
Zahnfleischentzündungen und andere Mund‑ und Zahngesundheitsprobleme treten häufiger auf
Der Nikotingehalt ist oft sehr hoch – häufig höher als bei Zigaretten
Besonders problematisch: Hohe Nikotindosis
Über Nikotinbeutel und Oraltabak können in kurzer Zeit sehr große Mengen Nikotin aufgenommen werden. Dies kann zu Vergiftungserscheinungen führen:
Übelkeit
Schwindel
Atembeschwerden
Herz‑Kreislauf‑Probleme
Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist das Risiko einer schnellen Abhängigkeitsentwicklung besonders hoch.
Vapes und E-Zigaretten
Vapes (E‑Zigaretten) sind elektronische Geräte, die eine Flüssigkeit („Liquid“) erhitzen. Der entstehende Dampf wird inhaliert. Es gibt Einweg‑Vapes und wiederbefüllbare Geräte, die oft klein, bunt und unauffällig gestaltet sind. Häufig werden süße Geschmacksrichtungen wie z. B. Mango oder Cola angeboten – das macht sie besonders für Jugendliche attraktiv.
Warum Vapes bei Jugendlichen im Trend liegen
Viele Jugendliche empfinden Vapes als weniger auffällig als Zigaretten:
der Geruch ist schwächer
sie lassen sich leichter verbergen
die süßen Aromen wirken harmlos
konsumfreundlicher (schneller Zugang)
Das kann dazu führen, dass Risiken unterschätzt werden.
Inhaltsstoffe von Vapes
Vapes werden mit sogenannten Liquids betrieben, die es mit oder ohne Nikotin gibt. Enthält ein Liquid Nikotin, kann dies besonders bei Jugendlichen sehr schnell zu einer Abhängigkeit führen.
Aber auch nikotinfreie Liquids sind nicht harmlos. Sie enthalten Aroma‑ und Zusatzstoffe sowie chemische Trägerflüssigkeiten. Diese Stoffe gelten zwar oft als weniger schädlich als die Inhaltsstoffe herkömmlicher Zigaretten, sind jedoch nicht unbedenklich.
Beim Erhitzen des Liquids entsteht ein Aerosol, das eingeatmet wird. Dabei können sich gesundheitsschädliche Stoffe bilden, die die Atemwege reizen und den Körper belasten. Einige dieser Stoffe gelten als potenziell krebserregend. Da viele Inhaltsstoffe und ihre Langzeitwirkungen noch nicht vollständig erforscht sind, besteht insbesondere für Kinder und Jugendliche ein erhöhtes Gesundheitsrisiko.
Risiken des Vapings
Vapes gelten bei vielen Jugendlichen als harmlose Alternative zur Zigarette. Tatsächlich sind sie jedoch mit gesundheitlichen Risiken verbunden, insbesondere für Kinder und Jugendliche.
Suchtgefahr durch Nikotin
Viele Vapes enthalten Nikotin – eine stark abhängig machende Substanz. Gerade junge Menschen entwickeln oft schneller eine Abhängigkeit als Erwachsene.
Belastung von Lunge und Atemwegen
Der Dampf wird meist tief und häufig inhaliert. Dabei können schadstoffhaltige Partikel leichter in die Lunge gelangen und die Atemwege reizen oder entzünden.
Auswirkungen auf Herz und Kreislauf
Nikotin kann den Puls erhöhen und den Blutdruck steigen lassen. Das belastet das Herz‑Kreislauf‑System, besonders bei regelmäßigem Konsum.
Erhöhte Gefahr eines späteren Rauchens
Studien zeigen, dass Vaping den Einstieg in den Konsum herkömmlicher Zigaretten begünstigen kann.
Regionale Hilfsangebote für Bayreuth und Kulmbach
Familien- und Erziehungsberatungsstelle (U 18 J.)
Kolping-Str. 1, 95444 Bayreuth
Telefon: 0921 78517710
E-Mail: familienberatung@diakonie-bayreuth.de
Außenstelle Kulmbach
Waaggasse 9, 95326 Kulmbach
Anmeldung über das Sekretariat in Bayreuth
Suchtberatung der Diakonie Bayreuth
Kolping-Str. 1, 95444 Bayreuth
Telefon: 0921 785177 30
E-Mail: suchtberatung@diakonie-bayreuth.de
Außenstelle Kulmbach
Waaggasse 5, 95326 Kulmbach
Anmeldung über das Sekretariat in Bayreuth
Landratsamt Bayreuth
Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Bayreuth
Markgrafenallee 5, 95448 Bayreuth
Telefon: 0921 728 527
E-Mail: praevention@lra-bt.bayern.de
Landratsamt Kulmbach
Gesundheitsamt
Konrad-Adenauer-Straße 5, 95326 Kulmbach
Telefon: 09221 707 600
E-Mail: praevention@landkreis-kulmbach.de
BIÖG-Telefonberatung zur Rauchentwöhnung
Telefon: 0800 8313131 (kostenfrei)
Montag bis Donnerstag: von 10 bis 22 Uhr und Freitag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Flyer
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