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Tag des alkoholgeschädigten Kindes am 09.09.2021

Am 9. September findet seit 1999 der „Tag des alkoholgeschädigten Kindes“ statt. Weltweit soll an die Gefahren des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft erinnert und für die Lebenssituation von Betroffenen und deren Familien sensibilisiert werden.

Die Folgen von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft können gravierend sein, da der Alkohol direkt über die Plazenta in den Köper des Ungeborenen übergeht. Es gibt allen Mythen zum Trotz keine unbedenkliche Trinkmenge und keine Entwicklungsphase des Embryos, in der der Konsum von Alkohol weniger riskant wäre.

Der Oberbegriff für alkoholbedingte Schädigungen des Kindes lautet FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder; zu Deutsch fetale Alkoholspektrumstörung). Darunter fällt z.B. das Vollbild der Störung, genannt FAS (fetales Alkoholsyndrom). Betroffene Kinder leiden unter Wachstumsstörungen, körperlichen Fehlbildungen und Störungen des zentralen Nervensystems. Daneben gibt es schwächer ausgeprägte Störungsbilder, bei denen nicht in allen der vorher genannten Bereiche Schädigungen auftreten.

Jährlich kommen in Deutschland auf 10 000 Geburten 177 Kinder mit Entwicklungsstörungen durch Alkoholkonsum der Mutter in der Schwangerschaft, das wären für das Jahr 2020 umgerechnet etwa 13 600 Kinder mit fetalen Alkoholspektrumstörungen.

Es wird davon ausgegangen, dass es eine hohe Dunkelziffer gibt. Ärzt*innen sind auf die Mitwirkung der Mütter angewiesen, die jedoch oft aus Angst vor Stigmatisierung den Konsum von Alkohol verheimlichen. Vielen Menschen ist zudem noch immer nicht bewusst, dass Kinder im Mutterleib schwere Schäden erleiden können, wenn während der Schwangerschaft Alkohol getrunken wird.

Auch in der Stillzeit muss die Mutter abstinent bleiben, da sonst dem Säugling über die Muttermilch Alkohol zugeführt wird.

Die staatliche anerkannte Schwangerenberatungsstelle im Landratsamt Bayreuth berät werdende Mütter und deren Angehörige in schwierigen Situationen, u.a. auch bei problematischem Alkoholkonsum. Die Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht und Ratsuchende können auf Wunsch auch anonym bleiben.

Elterngeldreform – Neuerungen ab 01.09.21

  • Neuregelungen gelten für alle Kinder, die ab dem 01. September 2021 geboren werden 
  • es ist nun möglich bis zu 32 Stunden wöchentlich während des Elterngeldbezugs zu arbeiten (bisher 30 Std./Woche) 
  • Partnerschaftsbonus: wenn beide Eltern in Teilzeit arbeiten und Elterngeld beziehen, können sie künftig zwischen 24 und 32 Wochenstunden arbeiten (bisher 25-30 Std./Woche)
  • die 4 Partnerschaftsbonusmonate mussten bisher am Stück genommen werden, ab 01.09. kann zwischen 2 bis 4 Monaten Dauer gewählt werden mit flexiblen und kurzfristigen Änderungsmöglichkeiten der Monatsanzahl
  • Frühgeburten: bis zu vier zusätzliche Elterngeldmonate, wenn ein Kind mind. 6 Wochen vor dem errechneten Termin zur Welt kommt
  • Verdienstgrenze herabgesetzt: Elternpaare mit einem Jahreseinkommen von mehr als 300.000€ haben keinen Anspruch mehr auf Elterngeld
  • Höhe des Elterngeldes bleibt gleich, wenn Eltern während des Elterngeldbezugs eigentlich Teilzeit arbeiten würden, aber dann Lohnersatzleistungen, wie z.B. Krankengeld oder Kurzarbeitergeld beziehen müssen (vorher wurde das Elterngeld reduziert)

Ratgeber für alleinerziehende Familien

Der von der Stadt Bayreuth herausgegebene „Ratgeber für alleinerziehende Familien“ ist jetzt in einer aktualisierten Auflage neu erschienen. Die Broschüre enthält eine informative Übersicht über mögliche Hilfen und Ansprechpartner/innen. Sie ist kostenlos bei den Bürgerdiensten im Neuen Rathaus und im Rathaus II erhältlich und steht außerdem zum Download unter https://familien-in-bayreuth.de/fileadmin/user_upload/broschuere-alleinerziehende-2020.pdf zur Verfügung. Größere Mengen können auf Anfrage beim Amt für Kinder, Jugend, Familie und Integration (E-Mail: jugendamt@stadt.bayreuth.de) bestellt werden.

Kinder sind ein großes Geschenk. Sie großzuziehen erfordert neben Liebe, Aufmerksamkeit und Zuwendung auch Zeit und Geld. Beide Ressourcen sind in Familien oftmals knapp bemessen. Besonders davon betroffen sind Alleinerziehende, auf deren Schultern eine besonders große Verantwortung ruht. Für Alleinerziehende ist es daher wichtig, dass es Menschen, Institutionen und Organisationen gibt, die sie – wenn nötig – unterstützen.

Der Arbeitskreis „Alleinerziehende Familien“ im Familienbündnis Bayreuth hat daher mit großem Engagement den „Ratgeber für alleinerziehende Familien“ neu aufgelegt. Die 80-seitige Broschüre enthält viele Tipps, rechtliche Grundlagen sowie einen umfassenden Überblick zu Hilfsangeboten und Ansprechpartnern.

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